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Tag: hermann

feuerrot.







m. 22.02.2010, 16.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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m. 13.02.2010, 12.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

das verschwinden.

 




drittens
sich selbst verschweigen
was die hand gerade schreibt

zweitens
eine wahrheit schreiben und
es bedeutet nicht dass man lügt

erstens
das verschwinden ziehen lassen
mit den wildgänsen
den freunden
den gedanken



marc hermann




m. 16.12.2009, 09.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL

gestern.





vatergedicht




ich könnte das datum nennen
und die genaue uhrzeit
und auch wie ich diese sätze schrieb
es war gestern
und ich schrieb diese sätze
als könnten sie ihn beschreiben
meinen vater
wie er redet und ich verstehe ihn nicht
und in gedanken rufe ich ihm zu
bitte vater leb lange
aber heute
ist er es der mich begräbt
während ich lese was ich gestern schrieb
und es ist schon jahre her
doch könnte ich noch das datum nennen
die uhrzeit
ich könnte es auch einen traum nennen
darin ging er mit fremden schritten durch den schnee
und zog mich auf einem schlitten hinterher
weit entfernt
ich konnte ihn nicht erkennen
er schaute nicht einmal zurück
aber er war da
nur das zählte
aber er war da wie jemand der nie dagewesen ist
so schrieb ich es auf
schon immer
das war gestern
und immer ist es nicht wahr
sondern ein spiegel
aus dem mich vielleicht plötzlich mein vater anschaut
und in dem moment da er mich sieht
werde ich schön
mit augen die erwachen
nur damit sie ihn einmal sehen
wie er ist
: rätselhaft
einsam schweigend und unansprechbar
während er den schlitten
auf dem ich sitze
durch kälte
und zeit
zieht



marc hermann




 

m. 19.09.2009, 10.31 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

rat.

 





rat an einfallslose autoren



geht
auf den gedanken
strich



marc hermann




m. 02.09.2009, 10.50 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

tausend und tausend male.

 





der kritiker in mir



er sitzt auf einem ast
hackt mit dem schnabel
tausend und tausend male
gegen das holz des stammes

und so geht es weiter
so könnte es weitergehen
aber so geht es nicht weiter
so kann es nicht weitergehen

und dann hört man das müde seufzen
dieses vogels der den schnabel
nie halten kann und es klingt
wie das fallen eines baumes



marc hermann




m. 12.03.2009, 12.15 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

auf und davon.

 





vom verschwinden bleibt



vom verschwinden bleibt fast nichts

nur die frage warum
und dass man es aufschreibt
den stift dabei in der hand
wie einen stock mit dessen spitze
man einen toten vogel berührt –
nicht ganz ohne angst

als schrecke das tier
im nächsten moment
auf und davon
träumt man noch jahre
später in der nacht



marc hermann




m. 18.09.2008, 11.41 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

erbarmungslos.

 





einkaufszentrum



die luft ist kalt hier
bei den tiefkühlprodukten
starren die regale zurück
gleichgültig erbarmungslos
bis hinaus auf den parkplatz
lichtreflexe in glasfassaden
und neongeräusche
die nach der leere greifen
in der plastiktüte
panik.



marc hermann




m. 03.06.2008, 17.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL

vielleicht.

 





wie ein huhn ein ei



behutsam leg ich es
in die welt wo es
vielleicht
niemand findet

in einem nest aus federn
liegt es einfach da
so so
oder auch ganz besonders

wenn einer kommt
der es auflesen möchte
und halten im verborgenen

als wär da wirklich etwas
drin
und nur noch nicht
auf der welt

...

am morgen gibts frühstück



marc hermann




m. 23.03.2008, 08.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL



kommentare.
eva:
so viel ... ja.wunderbares gedicht, danke!
...mehr

Quer:
Oh ja, immer wieder gilt es, aus dem Nichts z
...mehr

marianne:
so wahr!
...mehr

eva:
das wäre mal eine abwechslung, indeed ... "se
...mehr

Gerhard:
Hallo Marianne, einmal ein Liebesgedicht ganz
...mehr

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