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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: walser

der boden...




der boden unter unseren füssen darf und soll sich heben und senken, und wir brauchen, um die richtung ins vollkommene beizubehalten, die fortwährende empfindung, dass wir nicht fertig mit uns sind und es wohl auch nie werden.



robert walser
[in: der räuber – suhrkamp]



 

m. 20.01.2010, 19.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

die gegenwart.

 




ich glaube, die gegenwart ist die zukunft.



robert walser




m. 02.01.2010, 16.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

glück.

 




glück ist selbstgenügsam. es braucht keinen kommentar.
es kann in sich zusammengerollt schlafen wie ein igel.



robert walser




m. 29.12.2009, 10.10 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

ab und zu.





wer lebhafteren geistes ist, spinnt eben ab und zu mal.



robert walser




 

m. 22.09.2009, 09.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

nämlich.

 





die strasse war nicht sonderlich sauber. dieser umstand oder übelstand hinderte mich jedoch in keiner weise, sie zu preisen, nämlich die landstrasse und den fussgänger glücklich zu schätzen, der wohlgemut auf ihr marschierte, nämlich mich selber.



robert walser




m. 31.08.2009, 09.05 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

noch da?

 





wie immer



die lampe ist noch da,
der tisch ist auch noch da,
und ich bin noch im zimmer
und meine sehnsucht, ah,
seufzt noch wie immer.

feigheit, bist du noch da?
und lüge, auch du?
ich hör ein dunkles ja:
das unglück ist noch da,
und ich bin noch im zimmer
wie immer.



robert walser




m. 14.08.2009, 08.36 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

achtsamkeit.





das schöne trat mir so still entgegen. auffälligkeiten und unauffällig- keiten gaben sich die hand und waren wie verschwistert. das bedeutende zerrann, und ich widmete den unbedeutenden dingen eine genaue achtsamkeit und war sehr glücklich dabei. so vergingen die tage, wochen, monate…



robert walser
[aus: das frühjahr, 1915]




 

m. 29.07.2009, 08.35 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

munterkeiten.



mary wigman am monte verità



es gibt stunden im leben, wo wir gar nicht begreifen können, warum wir so guter dinge sind. munterkeiten stellen sich weder auf befehl noch auf wunsch ein: sie sind plötzlich da, können aber ebenso eigensinnig, wie sie herbeizufliegen kamen, wieder verschwunden sein.



robert walser
gefunden bei illusionengestrüpp



 

m. 16.05.2009, 09.33 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

die wahrheit.





die wahrheit ist oft phantastischer als die phantasie der dichter.



robert walser
[aus: carl seelig, wanderungen mit robert walser – suhrkamp;
gefunden in: robert walser, lektüre für minuten - ebenfalls suhrkamp]




m. 27.03.2009, 18.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL

weil es schön ist.





weil es schön ist, sich zu sagen, man könne noch wachsen,
finde ich das gefühl, ich sein klein, angenehm.



robert walser
[gefunden in: lektüre für minuten – suhrkamp]




 

m. 09.03.2009, 11.33 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL



kommentare.
marianne:
so wahr!
...mehr

eva:
das wäre mal eine abwechslung, indeed ... "se
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Gerhard:
Hallo Marianne, einmal ein Liebesgedicht ganz
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Quer:
Wunder-, wunderschön ist es, dieses Tulpenfot
...mehr

monika:
... ach, wie schade, dass ich das erst jetzt
...mehr

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