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Thema: eigenes.

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die wörter.



die wörter achtlos den enten
verfüttert wie steinhartes brot heute
lässt sich das denken nicht erden
keine stiche halten den saum
auf der strasse kein wunder kein
bettler kein feuer und nirgends
eine tür


marianne rieter
[aus: fortsetzung folgt – verlag im proberaum]



 

m. 23.08.2010, 08.22 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

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aufwachraum.



fische von damals kommen
und küssen uns die zehen.
- said


ausrufezeichen hinter möglichen
szenarien im blickfeld ein kirchturm
verloren ein kran ferner kein schlaf
ohne traum kein schlaf meinetwegen
auch zwei tische zwei lampen drei
wunderliche schwestern vorüber
gehend und kurz vor der rückkehr
aus jener anderen welt in die eigene
haut die so viel älter denn das herz
als sähen sie in dieser lieblichen
landschaft den derwisch sich drehen
im kreis - ruhelos auf kleinem fuss
als gingen die schritte noch immer
vom herd zum tisch zum herd



marianne rieter



 

m. 06.08.2010, 10.24 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

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meine welt.



knock and the door will open
seek and you will find
ask and you'll be given
- jim reeves



jeder nähert sich auf seine weise den
bildern den geschichten ohne beweis
kraft nehmen wir wahr halten wir fest

der punkt in der mitte ist ich siehst du
langfristig über hand und herz weitet
der blickwinkel das ungerahmte licht

die freude ist ganz meinerseits.



marianne rieter
für nadja



 

m. 27.07.2010, 09.09 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

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salzwiesen.



"gleichmut – üben sie sich in gleichmut...!"


auch findelkinder wattenmeere gewissermassen
identische zusammenhänge öfter als einem lieb ist
kippt die stimmung indes so spät getrennt von der
nabelschnur wäre die geschichte nicht leichter zu
erzählen de facto brechen die zähne unter der hand
frisches wasser mit wind wünscht man sich in der
hitzigen nervosität der nächte kauft 1 kater mit kratz
baum hält den chirurgen zurück vom blutigen schuh
"ruckediguh! ruckediguh!" stattdessen eine vase mit
zweidrei rosen auf dem leeren platz gegenüber und
"un bicchiere di vino rosso ancora!"



marianne rieter




 

m. 13.07.2010, 11.02 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

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verso il sud



orte; einen stein mitnehmen und ein herz dort lassen.

erika burkart



fragt man sich warum warum diese fenster ohne
glas jene linie blau über blau die leichtigkeit von
schwalbenkörpern im flug fragt nach vielleicht der
zuverlässigkeit der sinne verändert eine lautstärke
eine haarfarbe eine gangart fischt im trüben solange
die füsse tragen sei immer ein weg sagt man und
wirft nicht den ersten stein

nieselregen explodierendes grün im hintergrund
leise satzfragmente die geckos schlafen der duft
nach rosmarin und feuchter erde und ahnt nur
am horizont zwischen himmel und wasser dass
die inseln noch sind am vermutlichen ort die
verfallenen kirchen und häuser wo die kinder
der kinder der blumenkinder singen

in den gassen frühlingskatzen verwaschenes grau
ein zahnloses bongiorno versprengte touristinnen
selbst die blüten unter dem dach der olivenbäume
wissentlich rotfädig mimosenartig im auge gewächs
häuser regenwolken landeinwärts hügel mit türmen
zwei grosse meister stimmig die geschichte von der
kleinen frau dem fliegendem kleid

eine ankunft eine freundlichkeit eine ebene denkt man
genug ergeben gelitten gehalten aber rückwärts in die
täler wieder ich oder du das flüchtige haus das innere
exil denkt man die nähe des mondes die kleineren
stimmen die vögel und steine diese dankbarkeit gegen
über hautschichten landschaften den wortnestern im
kopf den zahllosen gärten

frachtschiffe in sicherer entfernung gewitterblitze
es spielt keine rolle sagt man wendet sich ab ohne
direkte reaktion bleibt das letzte wort als wäre es
wahrheit bleibt gefangener der spiralen gegenüber
diese persönlichen verschiebungen das launenhafte
der mauern der bittere geschmack am ende des tages
wo führt das hin fragt man

gebrochene ufer niemandsland der wasser das unnah
bare einer anderen sprache jede wolke ein halt jeder
fisch ein grund der flüchtet doch fügt nicht stille nicht
laut die nachlässige spanne der fuss die welle das
geschriebene wort zerbrechliche gaben bassa voce
gegen abend im schatten blühender linden sind diese
lieder vielleicht nichts

ein kleiner fleck heimat ohne sichtliche resonanz in
der mitte der zeit noch nicht vermutlich auch nie genug
dieses sehnen das lächeln einer hand das erlösende wort
löscht man frühere zeilen heilen die brüche denkt man
und weiss es doch besser bis der himmel aufreisst weit
draussen im nichts ein einzelnes boot dieses licht in den
segeln dieses licht über blau



marianne rieter



 

m. 05.07.2010, 09.19 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

fortsetzung folgt.




fixpoetry leseheft nr. 21


marianne rieter

fortsetzung folgt



erscheint ende monat. jetzt bestellen.



 

m. 09.06.2010, 09.54 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

was freude macht.



                             zum vergrössern ins bild klicken.
zum vergrössern ins bild klicken



der neue poetryletter der woche bei fixpoetry:

klappentext für eine sphinx.

illustration: sabine georg, text: marianne rieter




 

m. 27.04.2010, 08.37 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

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gartenkrähen.



auch du bist nicht als puppe geboren worden
sondern zu einer herangewachsen
als das spiel nicht aufhörte
zu bewegen

juhani ahvenjärvi



sie dreht in östlicher richtung den
zeigern entgegen aber weisst du
nichts ist so sicher wie das gegenteil
einer logischen schlussfolgerung auch
glauben und hoffen hilft kaum weiter
wir sitzen in der sonne und trinken
kaffee mutmassungen flüsternd in
sicherer entfernung ein freundliches
grün ein paar komische käuze das alte
lied so bleiben wir zwei wo wir sind bis
die farben der füsse sich treffen in der
mitte eines biegsamen sommers und
warten auf die sintflut die richtige
lösung oder praktikable alternativen
einerlei! möge der bessere gewinnen
so einfach ist das.



marianne rieter




 

m. 25.04.2010, 10.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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UNFEINERE DIRNE SCHLUG
SCHLURFEND INGENIEURE
IN REGENFREIE UNSCHULD



marianne rieter




 

m. 22.04.2010, 08.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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SO EIN SCHRÄGER VOGEL
SOVIEL REGE OCHSEN GAR 
VORAN GEORGISCHE ESEL   
GESOGEN VORS REALE ICH!



marianne rieter



m. 08.04.2010, 09.24 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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kommentare.
Quer:
Was für ein vielsagender und berührender Satz
...mehr

eva:
das loslassen von fiktionen wie anfang und en
...mehr

Ursula:
Herrlich!
...mehr

Jorge D.R.:
Brigitte hat recht:Die Collage ist eine Wucht
...mehr

tabea:
mach ich ;-)((( )))tabea
...mehr

fortsetzung folgt.


marianne rieter
fortsetzung folgt

leseheft mit 21 gedichten
ISBN 978-3-94 1296-20-6
im proberaum, klingenberg
eur 6.90 + porto

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